আনন্দময়ী মা
Anandamayi Ma
Anandamayi Ma, geboren 1896 als Nirmala Sundari in einem Dorf im Osten Bengalens, gestorben 1982 in Dehradun, gehört zu den bekanntesten religiösen Gestalten Indiens im 20. Jahrhundert. Sie hat nie ein Buch geschrieben, nie Vorträge gehalten und keine Organisation gegründet. Trotzdem reisten über Jahrzehnte Menschen aus allen Schichten zu ihr: Bauern und Sadhus, Gelehrte aus Varanasi, Politiker wie Kamala Nehru und später Indira Gandhi, Musiker, Ärztinnen, Besucher aus Europa.
Was sie sagte, kennen wir aus Gesprächen, die andere mitgeschrieben haben. Ihr Name bedeutet ungefähr „die von Freude durchdrungene Mutter“. Ihre Anhänger gaben ihn ihr in den 1920er-Jahren in Dhaka, weil sie sie fast immer in einem Zustand heiterer Gelassenheit erlebten.
Diese Seite erzählt ihren Lebensweg nach, stellt die Grundzüge ihrer Lehre vor und erklärt die Begriffe, die in Büchern über sie immer wieder auftauchen. Wer zum ersten Mal von ihr hört, beginnt am besten mit der Einführung.
- Lebensdaten30. April 1896 – 27. August 1982
- GeburtsnameNirmala Sundari Devi
- GeburtsortKheora, heute Bangladesch
- GrabstätteAshram in Kankhal bei Haridwar

Foto: Anonymous follower · Public domain · Wikimedia Commons
Von Bengalen an den Ganges
Die ersten 36 Jahre ihres Lebens verbrachte Anandamayi Ma in Ostbengalen: in Kheora, Astagram, Bajitpur und zuletzt in Dhaka, wo 1929 der erste Ashram für sie entstand. Im Juni 1932 verließ sie die Stadt ohne festes Ziel. Von da an war sie fünfzig Jahre unterwegs, mit Schwerpunkten in Dehradun, Varanasi, Vrindavan und Haridwar.
Ihr Leben
Stationen, Begegnungen und Orte, chronologisch erzählt.
- ১Wer war Anandamayi Ma?
Name, Herkunft und Bedeutung: der beste Einstieg für alle, die zum ersten Mal von ihr hören.
- ২Lebensweg in Daten
Von der Geburt in Kheora 1896 bis zur Grabstätte in Kankhal: alle wichtigen Jahre im Überblick.
- ৩Die Jahre in Bengalen
Kindheit, Ehe, Selbsteinweihung und die Zeit im Shahbag-Garten von Dhaka bis zum Aufbruch 1932.
- ৪Begegnungen mit Zeitgenossen
Yogananda, Gandhi, die Nehrus, Gelehrte und Künstler: wer zu ihr kam und was davon überliefert ist.
- ৫Ashrams und Orte
Kankhal, Varanasi, Dehradun, Vrindavan und Kheora: wo ihre Ashrams stehen und was Besucher wissen sollten.
Lehre und Praxis
Was sie lehrte und wie ihre Anhänger es bis heute üben.
- ১Ihre Lehre
Selbsterkenntnis als eigentliche Aufgabe des Menschen und die Freiheit, den eigenen Weg zu gehen.
- ২Aussprüche und Gleichnisse
Kandiszucker, Kinder, Tanz und Lachen: ihre bekanntesten Bilder, sinngemäß wiedergegeben und erläutert.
- ৩Satsang mit Ma
Wie aus mündlichen Antworten Bücher wurden: Mitschriften, Tagebücher, Übersetzungen.
- ৪Sadhana: die tägliche Übung
Feste Zeiten, Gottesname, Meditation und Selbstbeherrschung: wie Übung im Alltag aussehen kann.
- ৫Kirtan und Gottesname
Gemeinsames Singen der Gottesnamen: bengalische Tradition, ihre eigene Erfahrung und Kirtan heute.
- ৬Bhakti: der Weg der Hingabe
Gottesliebe als Weg: bengalische Wurzeln, Ekstase, und warum sie Hingabe und Erkenntnis nicht trennte.
- ৭Begriffe von A bis Z
Ashram, Bhava, Darshan, Kheyal, Lila, Samadhi: kurze Erklärungen zu den Wörtern, die immer wieder auftauchen.
Zu dieser Seite
anandamayi-ma.de ist eine unabhängige Informationsseite. Sie wird von keinem Ashram und keiner Organisation betrieben und spricht nicht für den Sangha, der Anandamayi Mas Ashrams in Indien verwaltet. Die Texte stützen sich auf Biografien, Gesprächssammlungen und Nachschlagewerke, die auf der Seite Quellen und Literatur aufgeführt sind. Aussprüche geben wir sinngemäß wieder und kennzeichnen sie so, denn fast alles, was von ihr überliefert ist, wurde aus dem Bengalischen übertragen.
Wer ihre Ashrams besuchen möchte, findet aktuelle Hinweise beim Shree Shree Anandamayee Sangha. Einen knappen Überblick bietet auch der Wikipedia-Artikel.