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Anandamayi Maআনন্দময়ী মা

Begegnungen mit Zeitgenossen

Aktualisiert am · Lesezeit etwa 3 Minuten

Anandamayi Ma lebte in einer Zeit, in der Indien seine Unabhängigkeit erkämpfte und neu aufbaute. Viele, die diesen Weg prägten, suchten sie auf. Ihre Berichte gehören zu den lebendigsten Quellen über sie.

Paramahansa Yogananda

Die im Westen bekannteste Beschreibung von Anandamayi Ma stammt von Paramahansa Yogananda. Er besuchte sie während seiner Indienreise Mitte der 1930er-Jahre und widmete ihr in seiner „Autobiografie eines Yogi“ (1946) ein eigenes Kapitel. Dessen Überschrift prägte die englische Übersetzung ihres Namens: „The Bengali Joy-Permeated Mother“.

Bholanath, Anandamayi Ma und Paramahansa Yogananda (von links), Aufnahme aus den 1930er-Jahren.
Bholanath, Anandamayi Ma und Paramahansa Yogananda (von links), Aufnahme aus den 1930er-Jahren.
Foto: Paramahansa Yogananda · Public domain · Wikimedia Commons

Am bekanntesten ist die Antwort, die sie Yogananda auf die Bitte gab, etwas über ihr Leben zu erzählen. Sinngemäß sagte sie: Es gebe wenig zu berichten. Ihr Bewusstsein habe sich nie mit diesem vergänglichen Körper verbunden. Vor ihrer Geburt sei sie dieselbe gewesen, als kleines Mädchen dieselbe, als junge Frau und Ehefrau dieselbe, und auch jetzt, vor ihm, sei sie dieselbe. Dieser Gedanke, dass sich in ihr nie etwas Wesentliches verändert habe, zieht sich durch viele ihrer Gespräche.

Mahatma Gandhi und die Familie Nehru

In den 1930er-Jahren wurde Kamala Nehru, die Frau Jawaharlal Nehrus, eine enge Schülerin. Sie war schwer krank und starb 1936. Ihre Tochter Indira Gandhi suchte Anandamayi Ma später als Premierministerin immer wieder auf, und am Tag der Beisetzung 1982 kam sie nach Kankhal. Ihr Beileidsschreiben an den Ashram würdigte Anandamayi Ma als lebendige Verkörperung von Hingabe und Liebe, die den Dienst an den Leidenden als ihre eigentliche Religion verstanden habe.

In den 1940er-Jahren traf Anandamayi Ma mehrmals Mahatma Gandhi. Überliefert ist, dass er sie einlud, in seinem Ashram zu leben. Sie blieb, wie immer, ohne festen Ort.

Gelehrte: Gopinath Kaviraj

Unter den Gelehrten, die zu ihr kamen, ragt Gopinath Kaviraj heraus. Er war Sanskritforscher, Philosoph und lange Zeit Leiter des staatlichen Sanskrit College in Varanasi, einer der angesehensten Kenner der indischen Tantra-Traditionen. Dass ein Mann seines Rangs einer Frau ohne Schulbildung als Schüler folgte, beeindruckte viele. Kaviraj gab 1967 einen Band mit Erinnerungen von Anhängern heraus, „Mother as Seen by Her Devotees“, und half, ihre Gespräche für gebildete Leser verständlich zu machen.

Zu ihrem Kreis gehörte auch der Ingenieur und Hochschulgründer Triguna Sen, später indischer Bildungsminister. Diese Verbindung von traditioneller Frömmigkeit und modernen Berufen ist typisch für ihr Umfeld.

Künstler: Uday Shankar

Der Tänzer Uday Shankar, der den indischen Tanz in Europa und Amerika bekannt machte, war von Gesprächen mit ihr über den Tanz beeindruckt. Anandamayi Ma benutzte den Tanz gern als Bild für das Verhältnis zwischen Mensch und Gott: Die Bewegungen wechseln, der Tanzende bleibt derselbe.

Paramahansa Yogananda mit Anandamayi Ma, 1930er-Jahre.
Paramahansa Yogananda mit Anandamayi Ma, 1930er-Jahre.
Foto: Yogananda · Public domain · Wikimedia Commons

Swami Sivananda

Swami Sivananda aus Rishikesh, Gründer der Divine Life Society und einer der einflussreichsten Yogalehrer des 20. Jahrhunderts, nannte sie die vollkommenste Blüte, die der Boden Indiens hervorgebracht habe. Das Lob eines Mannes, der selbst Tausende Schüler hatte, wird in fast jeder Darstellung über sie zitiert.

Westliche Schülerinnen und Schüler

Ab den 1950er-Jahren kamen auch Menschen aus Europa und Amerika. Die bekannteste ist die in Wien geborene Blanca Schlamm, die 1962 als Atmananda eingeweiht wurde. Sie lebte Jahrzehnte in Mas Ashrams und übersetzte viele Gespräche ins Englische. Ohne ihre Arbeit wären Mas Worte außerhalb Indiens kaum zugänglich. Wie diese Überlieferung funktioniert, erklärt das Kapitel Satsang mit Ma.

Was diese Berichte zeigen

So verschieden die Besucher waren, ihre Schilderungen ähneln sich. Fast alle betonen Mas Natürlichkeit, ihren Humor und die Art, wie sie jedem die Antwort gab, die gerade zu ihm passte. Für das Verständnis ihrer Lehre sind diese Berichte deshalb oft hilfreicher als einzelne Zitate. Die Grundgedanken fasst das Kapitel Ihre Lehre zusammen.

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