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Anandamayi Maআনন্দময়ী মা

Begriffe von A bis Z

Aktualisiert am · Lesezeit etwa 3 Minuten

Wer Bücher über Anandamayi Ma liest, begegnet auf fast jeder Seite Wörtern aus dem Sanskrit, dem Bengalischen oder dem Hindi. Dieses kleine Wörterbuch erklärt die häufigsten, mit dem Sinn, den sie in ihrem Umfeld hatten.

Zur Schreibweise

Indische Wörter werden in deutschen Texten sehr unterschiedlich geschrieben. Wissenschaftliche Werke verwenden Umschriftzeichen wie ā oder ṣ, populäre Bücher lassen sie weg. Bengalische Wörter erscheinen außerdem oft in einer Form, die der Aussprache folgt: Aus Ānandamayī wird Anandamoyi, aus bhāva Bhab. Wir nennen jeweils die gängige Schreibweise und, wo es hilft, die Umschrift.

Anandamayi Ma
Anandamayi Ma. Ihr Beiname setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern ānanda, -mayī und mā zusammen.
Foto: Anonymous follower · Public domain · Wikimedia Commons

A bis K

Ānanda
Freude, Seligkeit. Nicht ein Gefühl, das kommt und geht, sondern der Zustand, der nach indischer Auffassung zum wahren Selbst gehört. Bestandteil ihres Namens, wie die Einführung erklärt.
Ashram (āśrama)
Ort eines geistlichen Lebens mit Wohnräumen, Tempel und Gästebereich. Mehr unter Ashrams und Orte.
Ātman
Das wahre Selbst, das Bewusstsein jenseits von Körper und Persönlichkeit.
Bhajan
Andachtslied, oft mit festem Text, im Unterschied zum Kirtan, der um den Gottesnamen kreist.
Bhakti
Hingabe, Gottesliebe. Siehe Bhakti: der Weg der Hingabe.
Bhāva
Innerer Zustand der Gottesliebe, der sich körperlich zeigen kann. Bei Anandamayi Ma vor allem in jungen Jahren beim Kirtan.
Brahmachari, Brahmacharini
Mann bzw. Frau, die ehelos und in strenger Disziplin im Ashram leben, oft als Vorstufe zur Mönchsweihe.
Darshan (darśana)
„Schauen“: die Begegnung mit einer heiligen Person oder einem Götterbild. Wer zu Ma kam, kam zum Darshan.
Dīkṣā
Einweihung, meist mit Übergabe eines Mantras. Ma weihte sich 1922 selbst ein.
Guru
Geistlicher Lehrer. Ma lehnte diese Rolle für sich weitgehend ab.
Japa
Wiederholung eines Gottesnamens oder Mantras, oft mit der Mala. Siehe Sadhana.
Kheyāl
Bengalisch: plötzlicher Einfall, Laune. Bei Ma der spontane innere Impuls, dem sie folgte, etwa beim Aufbruch aus Dhaka 1932.
Kīrtan, Saṅkīrtan
Gemeinsames Singen der Gottesnamen. Siehe Kirtan und Gottesname.

L bis Z

Līlā
Spiel. Die Vorstellung, dass die Welt ein Spiel des Göttlichen ist. Ma nannte ihre Übungsjahre sādhanā-līlā.
Mā
Mutter. In Bengalen respektvolle Anrede für jede verehrte Frau, bei ihr zum Namen geworden.
Mālā
Gebetskette, meist mit 108 Perlen.
Mantra
Heilige Silbe oder Formel, die wiederholt wird.
Mauna
Schweigen als Übung, für Stunden, Tage oder länger.
Prasād
Geweihte Gabe, meist Essen, das zuerst Gott oder der heiligen Person dargebracht und dann verteilt wird.
Sādhanā
Regelmäßige spirituelle Übung.
Sādhu
Wandermönch oder heiliger Mann, der der Welt entsagt hat.
Samādhi
Tiefe Versenkung, in der das Ich-Bewusstsein aufgehoben ist. Auch die Grabstätte eines Heiligen, etwa ihr Schrein in Kankhal.
Saṃyam
Zügelung, Selbstbeherrschung. Name der jährlichen Übungswoche ihrer Ashrams.
Saṅgha
Gemeinschaft. Der Shree Shree Anandamayee Sangha verwaltet ihre Ashrams.
Satsang
Gemeinschaft mit dem Wahren, Zusammenkunft mit Gespräch, Gesang und Stille. Siehe Satsang mit Ma.
Sannyāsa
Mönchsweihe, endgültiger Verzicht auf weltliches Leben.
Śrī
Ehrentitel, etwa „ehrwürdig“. Doppelt gesetzt (Sri Sri) als besondere Ehrung.

Feste, die in ihren Ashrams gefeiert werden

  • Durga Puja: das große Herbstfest der Göttin, in Bengalen das wichtigste Fest des Jahres.
  • Janmashtami: Geburtsfest Krishnas.
  • Shivaratri: Nacht Shivas, mit Fasten und nächtlicher Andacht.
  • Guru Purnima: Vollmond zu Ehren der Lehrer.
  • Mas Geburtstag: nach dem Mondkalender im Frühjahr gefeiert, mit mehrtägigen Programmen.
  • Todestag: Ende August, mit Andachten am Schrein in Kankhal.

Wozu ein Wörterbuch?

Begriffe sind Werkzeuge. Wer weiß, was kheyāl oder līlā bedeutet, liest die Berichte über Anandamayi Ma mit anderen Augen. Trotzdem bleiben Worte ein Hinweis, nicht die Sache selbst. Wer tiefer einsteigen möchte, beginnt am besten mit der Einführung oder mit dem Kapitel Ihre Lehre.

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