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Anandamayi Maআনন্দময়ী মা

Ashrams und Orte

Aktualisiert am · Lesezeit etwa 3 Minuten

Anandamayi Ma hat selbst keinen Ashram gegründet. Ihre Anhänger bauten sie für sie, oft an Orten, an denen sie sich gern aufhielt. Viele dieser Häuser bestehen bis heute und werden vom Shree Shree Anandamayee Sangha getragen.

Wie die Ashrams entstanden

Ein Ashram ist im indischen Sprachgebrauch ein Ort für ein geistliches Leben: Wohnhaus, Tempel und Gästehaus zugleich. Bei Anandamayi Ma entstanden diese Häuser fast immer, weil Anhänger ihr an einem bestimmten Ort eine Bleibe schaffen wollten. Sie selbst blieb selten lange. Oft kam sie nur für ein paar Tage, um dann weiterzuziehen.

Ab den 1950er-Jahren übernahm der Sangha mit Sitz in Varanasi die Verwaltung. Verzeichnisse aus den frühen 2000er-Jahren nennen knapp dreißig Ashrams und Einrichtungen, vom Himalaya bis Puri, von Pune bis Agartala, dazu einen Ort in ihrem Geburtsdorf in Bangladesch.

Kankhal bei Haridwar

Der wichtigste Ort für ihre Anhänger ist heute der Ashram in Kankhal, einem alten Pilgerort am Ganges, wenige Kilometer südlich von Haridwar. Hier wurde Anandamayi Ma am 29. August 1982 beigesetzt, zwei Tage nach ihrem Tod. Über dem Grab im Innenhof steht ein Schrein, der samādhi mandir, der täglich von Pilgern besucht wird.

Der Samadhi-Schrein von Anandamayi Ma im Ashram von Kankhal bei Haridwar.
Der Samadhi-Schrein von Anandamayi Ma im Ashram von Kankhal bei Haridwar.
Foto: Ekabhishek · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Der Sangha richtet außerdem jedes Jahr eine Übungswoche aus, das Samyam Mahavrata: sieben Tage gemeinsame Meditation, Lesungen und Gesang, verbunden mit festen Regeln für Essen und Schweigen. Sie findet seit Jahren hier in Kankhal statt, in der Nähe des Schreins. Mehr dazu im Kapitel Sadhana.

Varanasi: Bhadaini

In Varanasi liegt der Hauptsitz des Sangha, im Stadtteil Bhadaini direkt am Ganges. Zum Ashram gehören eine Mädchenschule nach traditionellem Vorbild, die Kanyapeeth, sowie in der Nähe ein Krankenhaus, das ihren Namen trägt. Von hier aus erscheint auch die Zeitschrift Amrit Varta, die ihre Lehren auf Englisch, Hindi, Bengali und Gujarati verbreitet.

Bhadaini Ghat in Varanasi
Bhadaini Ghat in Varanasi. In diesem Viertel am Ganges liegt der Hauptsitz des Sangha.
Foto: Titodutta · CC0 · Wikimedia Commons

Dehradun: Kishenpur und Kalyanvan

Dehradun am Fuß des Himalaya war seit 1932 einer ihrer häufigsten Aufenthaltsorte. In der Gegend gibt es mehrere Ashrams, darunter Kishenpur, wo sie 1982 starb, und Kalyanvan. Hier war sie nach dem Aufbruch aus Dhaka zuerst angekommen, damals noch in einem verlassenen Tempel.

Vrindavan und weitere Orte

In Vrindavan, der Stadt Krishnas südlich von Delhi, gibt es einen Ashram und eine Schule. Weitere Häuser stehen unter anderem in Naimisharanya, Vindhyachal, Uttarkashi, Almora, Puri, Ranchi, Pune, Bhopal und Delhi. Einige davon sind kleine Häuser, die nur zu Festzeiten belebt sind.

Kheora und Dhaka

In ihrem Geburtsort Kheora im heutigen Bangladesch erinnern ein Ashram und eine Schule an sie. In Dhaka steht im Ramna-Park der Ashram neben dem Kali-Tempel, der allerdings nicht mehr der ursprüngliche ist: Die alten Gebäude wurden 1971 im Unabhängigkeitskrieg zerstört. Die Geschichte dieser Orte erzählt das Kapitel Die Jahre in Bengalen.

Orte und Erinnerung

Anandamayi Ma selbst legte wenig Wert auf Orte. Sie sagte sinngemäß, das Göttliche sei überall gleich gegenwärtig, und wer es suche, müsse nicht reisen. Für viele Anhänger sind die Ashrams trotzdem wichtig, weil dort ihr Alltag weiterlebt: die Gebetszeiten, die Lieder, die Feste, die sie gefeiert hat. Wer verstehen möchte, was dort gesungen wird, liest weiter im Kapitel Kirtan und Gottesname.

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